Wichtige Themen bei meinem Besuch beim Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt e.V.: Flussausbau, nachhaltige Innovationen, die Modernisierung der Bestandsflotte und die Personalsituation in der Binnenschifffahrt.
BDB Geschäftsführer Jens Schwanen, Vorstandsmitglied Jens Langer (DP World) und BDB-Vizepräsident Dirk Gemmer (Rhenus Logistics) informierten über die Potenziale, die durch eine Fahrinnenvertiefung am Mittelrhein und die Schleusenverlängerung auf dem Neckar entfaltet werden könnten. Jens Langer veranschaulichte, dass durch den Einsatz von 135-Meter-Schiffen auf dem Neckar allein DP World bis zu 150 Lkw-Ladungen an Containern von der Straße holen könnte – pro Woche. Das Bundesverkehrsministerium will zum Klimaschutz Güter von der Straße auf das Binnenschiff verlagern, möchte aber vom Ausbau der Neckarschleusen nun Abstand nehmen. Unsere grün-schwarze Landesregierung in Baden-Württemberg steht nach wie vor zu dem Ausbauprojekt. Dafür arbeite ich im Verkehrsausschuss.
Auch Innovationen im Schiffbau führen zu Minderungen an Emissionen. Dirk Gemmer stellte die neuen Containerschiffe vor, die noch im Laufe 2024 an Rhenus Logistics übergeben werden. Beide Schiffe verzichten auf einen Dieselantrieb und werden über ein Wasserstoffsystem und batterieelektrisch bzw. ein Brennstoffzellensystem und batterieelektrisch angetrieben. Die Entwicklung und der Bau hat allerdings seinen Preis und erfordert hohe Investitionskosten. Daher setze ich mich dafür ein, dass die Förderung des Bundes für Flottenmodernisierung fortgesetzt wird.
Bei dem Besuch des BDB-eigenen Schulschiffs „Rhein“ informierten Geschäftsführer Jens Schwanen und Schulschiffleiter Gerit Fietze über die Personalsituation in der Binnenschifffahrt. Auch hier fehlt es an Fachkräften. In der Binnenschifffahrt wird, wie in anderen Sektoren des Transports, über autonomes Fahren diskutiert, dass dem Fachkräftemangel entgegenwirken soll. Bei dem Gespräch wurde schnell klar, dass dies in Deutschland noch Zukunftsmusik ist, solange auf deutschen Flüssen keine 100%-ige Netzabdeckung gewährleistet werden kann und rechtliche Fragen bisher nicht behandelt wurden.




